Die Zeit vergeht für mich wie im Fluge. Oft schaffe ich nach dem Arbeitsalltag nicht das, was ich mir vorgenommen habe.
Seit Ewigkeiten habe ich zum Beispiel nicht mehr gepuzzelt. Dabei liegen 2 wunderschöne 1000er Puzzle bei mir im Schrank. Zum ersten ein Dinner for one-Motiv, das ich vor sage und schreibe 3 Jahren von meinen Studienfreunden geschenkt bekommen habe. Zum anderen ein sehr schönes Motiv von Mélanie Delon. Das liegt auch schon seit gut 2 Jahren unangetastet bei mir.
Aber wann habe ich nur die Zeit dafür? Wenn ich nach Feierabend die Wohnungstür aufschließe, ist es meist schon gegen halb 6. Danach gibt es noch einige Dinge im Haushalt zu tun und dann ist schon fast Abendbrotzeit. Mich anschließend noch hinsetzen und puzzeln? Nein, dazu habe ich zugegebenermaßen auch keinen Elan mehr. Dann lieber ein spannendes Buch zur Hand oder einfach nur bei einem netten Gespräch mit einer Tasse Tee entspannen. Wenn ich darüber nachdenke. So oft hatte ich einen entspannten Abend in letzter Zeit auch nicht. Zu viele Dinge (Versicherung, Banken, Auto) beschäftigen mich den ganzen Abend bis ich totmüde ins Bett falle.
Schon seit langem frage ich mich wie es andere Leute schaffen in ihrer Freizeit so viele Dinge zu erledigen. Da wird genäht, gebastelt, es werden Filme angesehen oder das Kino besucht, Briefe geschrieben, im Internet gesurft, telefoniert und so weiter und sofort.
Ich kann mich nicht mehr entsinnen, wann ich das letze Mal im Kino war. Oder wann ich eine DVD geschaut hätte (War es vor 2-3 Wochen? Da lief die Miss Marple mit ihrem Wachsblumenstrauß ^.^). Nähen? Das muss vor Jahren gewesen sein! Zum Telefonieren muss ich mich auch zwingen. Und wenn ich dann zum Hörer greife, ist es meist zu Planungs- und Absprachezwecken. Sport fehlt in meiner Freizeit ganz und gar. Dabei hätte ich es so nötig nach dem ganzen Schokoladenintermezzo seit Weihnachten. Letzen Montag bin ich ein Stündchen joggen gewesen. Das war der einzige sportliche Versuch.
Liegt es nur an meinem schlechten Zeitmanagement (oh Goth, wie ich dieses Wort verabscheue), dass ich all diese Dinge anscheinend nicht unter einen Hut bekomme? Mein Tag müsste 30 Stunden haben, damit ich nur annähernd das schaffe, was andere Leute bewerkstelligen. Oder bin ich zu langsam? Brauche ich einfach mehr Zeit, um meine Dinge zu sortieren, mich mit Sparkassenmitarbeitern herumzuschlagen oder Werkstatttypen zu vermitteln, was ich möchte?
Das Ganze ist schon manchmal zermürbend, weil ich das Gefühl habe, auf der Stelle zu trampeln und mich keinen Schritt weiter vorwärts zu bewegen.
Wann habe ich das letzte Mal Tagesnachrichten gehört (Nachrichten im Fernsehen verfolgen scheitert am Vorhandensein eines Fernsehers)? Was ist da gerade in Tunesien passiert? Keine Ahnung!
Muss ich das wissen?
Fragen über Fragen…
Wer Antworten hat, bitte her damit.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen