Mittwoch, 9. Februar 2011

Von Katzen und Beamten

Hab ich einen Muskelkater! Und das schon seit gestern. Grund dafür ist wohl mein kleiner Laufausflug am Montag. Bei strahlendem Sonnenschein und 13 °C konnte ich zum Joggen einfach nicht "Nein" sagen. Das Problem ist nur, dass ich den ganzen Winter über nicht gelaufen bin, was sich auch in meiner Laufzeit wiederspiegelte. 65 Minuten für eine Strecke, die ich letzten Herbst noch in durchschnittlich 60 min (Rekord: 57 min) geschafft habe. Meine Kondition ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Mist! Muss ich doch wieder fast von vorne anfangen.
Mein Laufticker steht dieses Jahr erst bei 22 km. Da geht doch noch was! Wenn ich dem Wetterbericht glauben darf, kann ich sogar am Freitag nochmal eine Runde drehen. *Daumen drück*

Seit dem ich wieder Sport mache, tut mein linkes Knie auch nicht mehr weh. Das hatte seit letzten Dezember immer mal wieder rumgezickt, sodass ich alle meine sportlichen Aktivitäten auf 0 gesetzt hatte. Ein großer Fehler, wie sich im Nachhinein herausgestellt hat. Ich wurde durch die fehlende Bewegung immer müder (ich hätte 10 Stunden am Tag schlafen können - leider wären dann meine Schlafzeiten mit meinen Arbeitszeiten kollidiert), muffeliger, dicker und deprimierter. Wenn ich schon einen Bürojob habe, dann muss ich das wenigstens in meiner Freizeit etwas ausgleichen. Zitat Mister Cadaver: "Du musst auch mal ein bisschen freidrehen." Recht hat er.

Und ich hätte ich mich heute wieder einmal selbst in meinen Allerwertesten beißen können. Grund dafür:
Mein Chef und ich sind heute zu einer Besprechung mit einem Herrn der Rechtsaufsichtsbehörde gefahren. Besagten Herren kannte ich bisher nur von 2 kurzen Telefonaten. Und wie ich nun mal bin, mache ich mir vorher schon einen Kopf darüber, was besprochen wird, ob ich alle Zahlen im Kopf habe, was der Herr mich fragen könnte usw. Für mich ist nichts peinlicher als auf eine simple Frage keine Antwort parat zu haben. Ich bin auch kein Mensch, der einfach drauf zu labern kann ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben. Deswegen war ich recht nervös als es Richtung Schleiz ging. Noch dazu habe ich schon befürchtet, dass ich vielleicht nicht "gut genug" angezogen bin. Mein Chef hatte sich nämlich fein herausgeputzt mit Schlips und Kragen. Ich dagegen hatte nur meine schlichte Arbeitskluft an.
Naja, lange Rede (bzw. Schreibe – ach á propos Schreibe. Hier ein schöner Artikel vom Zwiebelfischchen.), kurzer Sinn. Als wir ankamen, begrüßte uns der Herr Rechtsaufsichtsbehördenbeamte in Schlabberjeans und T-Shirt, war ganz locker-flockig und wollte von mir nur die groben Zahlen und Fakten wissen. Insgesamt ein nettes Gespräch.
Toll! Und warum mache ich mir vorher so einen Kopf?
Ich sollte ruhiger werden.
Einatmen.
Ausatmen.
Einatmen.
Ausatmen...

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